Mai 2026
Sozialmanagement der GSG Neuwied: Sozialpädagogin Alexandra Gras unterstützt Mieter – Nachbarschaften stärken
Hilfe in verschiedenen Situationen und Lebenslagen, bei persönlichen Krisen und Konflikten, bietet das neue Sozialmanagement der Gemeindlichen Siedlungs-Gesellschaft Neuwied den GSG-Mietern an. Seit Jahresanfang steht Alexandra Gras bei Bedarf für persönliche Gespräche zur Verfügung. Ein außergewöhnliches Angebot, mit dem die GSG dazu beitragen will, das Miteinander und die Lebensqualität in ihren rund 3400 Wohnungen zu stärken.
Das Zusammenleben von Nachbarn funktioniert auch in den Gebäuden und Quartieren der GSG in der Regel problemlos. In einzelnen Fällen aber können zum Beispiel laute Musik, Partylärm oder Haustiere, aber auch Unordnung oder Abfälle in Treppenhäusern, Kellern oder an Müllsammelstellen zu Zwist führen. In solchen Fällen kann das Sozialmanagement der Gemeindlichen Siedlungs-Gesellschaft Neuwied helfen, damit Konflikte unter Mietern gar nicht erst hochkochen beziehungsweise Streit geschlichtet wird. Ziel ist es, persönliche Kontakte zwischen Nachbarn herzustellen und zu festigen. Denn durch ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis kann man viele Probleme vermeiden. Schon kleine Gesten, ein freundliches Winken, ein kurzes Gespräch, vielleicht sogar persönliche Einladungen können helfen, eventuelle Spannungen abzubauen und Missverständnisse zu vermeiden.
In der Regel kommen ja in Wohngebäuden zunächst einmal Fremde zusammen, manchmal auch aus sehr verschiedenen Kulturkreisen. Sprachliche Barrieren sind es aber nicht allein, die Probleme hervorrufen können. „Viele Menschen haben nicht gelernt, wie man im Gespräch Konflikte löst“, fasst Alexandra Gras ihre Erfahrungen zusammen. Hinzukommen auch mangelnder nachbarschaftlicher Austausch, eine zunehmende Anonymität in Wohnhäusern – keine GSG-typischen Probleme. Wird das eigene Territorium, die Privatsphäre gestört, fehlen nicht selten die richtigen Worte, um den Nachbarn darauf hinzuweisen. Stattdessen wird auch mal direkt mit dem Besenstiel an die Decke oder an die Wand geklopft. Und schon ist der Ärger da.
Dabei wollen die Leute doch eigentlich reden, ihren Frust ablassen, den Leidensdruck beenden. Auch das hat Alexandra Gras vielfach erfahren. Dabei kann sie helfen, Probleme sachlich zu klären – je frühzeitiger, umso besser. „Vielen ist gar nicht bewusst, welche Möglichkeiten der Konfliktlösung es gibt“, sagt sie. Solche Angebote sind natürlich freiwillig, kostenlos und absolut vertraulich. Sie laufen nicht nach Schema F ab, sagt die Sozialpädagogin, denn jedes Gespräch wird sehr individuell geführt. Allerdings: Wenn Leute partout nicht miteinander reden wollen, wenn sich Konflikte bereits über einen längeren Zeitraum aufgetürmt haben, dann sind sie auch für Alexandra Gras schwer zu lösen.
Übrigens: Rücksichtnahme gegenüber Nachbarn, Respekt vor der Privatsphäre anderer – das regelt schon die Hausordnung. Um ein harmonischeres Zusammenleben zu gewährleisten, hilft oftmals auch ein Blick da hinein.
Neben der Stärkung von nachbarschaftlichen Bindungen hat das GSG-Sozialmanagement noch weitere Aufgaben: Die wachsende Anzahl an älteren Menschen in unserer Gesellschaft macht es in bestimmten Fällen notwendig, Mieter dabei zu unterstützen, ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben im angestammten Quartier führen zu können. Da können bei Pflegebedürftigkeit auch Kontakte zu Pflegediensten helfen. Ebenso will Alexandra Gras praktische Hilfestellung und Beratung in persönlichen oder gesundheitlichen Situationen leisten, welche das Mietverhältnis berühren oder gefährden. Finanzielle Belastungen etwa haben womöglich Mietrückstände und am Ende die Kündigung zur Folge. Die gezielte Weitervermittlung an entsprechende Behörden oder Fachstellen können dazu beitragen, Probleme nachhaltig zu lösen.
Alexandra Gras kennt sich diesbezüglich aus: Nach dem Studium war sie in der Jugend-, Gefährdeten- und Behindertenhilfe sowie in der Beratung tätig. Im Krisenfall oder bei Unstimmigkeiten zwischen Mietern vermag die Diplom-Sozialpädagogin, als Moderatorin auf Menschen zuzugehen und sachlich zu vermitteln. Das nachbarschaftliche Miteinander zu stärken, soziale Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen sowie die langfristige Stabilität von Mietverhältnissen zu erhöhen, das sind weitere Ziele der Sozialmanagerin.
Einmal mehr zeigt sich mit dem Sozialmanagement die soziale Verantwortung der kommunalen Wohnungsgesellschaft GSG Neuwied. Die drückt sich halt nicht nur in bezahlbarem und zeitgemäßem Wohnraum aus, sondern auch in einer verlässlichen Partnerschaft mit den Mietern. Wer sich in seinem Wohnumfeld sicher, stabil und zu Hause fühlt, der wird auch mit seinen Nachbarn gut und gern zusammenleben wollen.

Diplom-Sozialpädagogin Alexandra Gras ist das freundliche Gesicht des Sozialmanagements der GSG Neuwied. Foto: Michael Stoll


