Neuwieder Tierheim Ludwigshof sucht noch mehr Tierpaten und Spender

Etwa 300.000 Tiere landen jedes Jahr in deutschen Tierheimen. Die Gründe sind vielfältig: eine plötzliche Tierhaarallergie, Krankheit des Menschen oder ein Wohnungswechsel. Dazu kommen Fundtiere oder sogenannte „Problemtiere“, wenn Halter mit ihrem Tier überfordert sind. Das Tierheim Ludwigshof in Neuwied, idyllisch am Rande der Stadt gelegen, bietet diesen Tieren auf einem weitläufigen Areal Unterkunft, Auslauf, liebevolle Pflege, tierärztliche Versorgung und die Chance auf ein neues, liebevolles Zuhause.

„Es sind mehr als 1.000 Tiere, die wir hier bei uns im Ludwigshof im Jahr auffangen und vermitteln“, erklärt die engagierte Tierheimleiterin Sabrina Steger. Seit September 2018 hält sie als Vorsitzende des Tierschutzvereins Neuwied und Umgebung e. V. ehrenamtlich das Zepter in der Hand.

Sabrina Steger konnte mit ihrem öffentlichen Hilferuf im Januar 2019 die drohende Insolvenz abwenden. Auch die GSG Neuwied beteiligte sich mit einer namenhaften Unterstützung. Nach einer umfassenden Umstrukturierung blickt sie mit ihrem Team, bestehend aus insgesamt acht Angestellten und zwei Azubis, nun vorsichtig in die Zukunft: „Das Tierheim in Neuwied ist eine unheimlich wichtige Institution und ein Aushängeschild der Region. Hier steckt viel ehrenamtliche Arbeit und Herzblut aller Mitarbeiter und Helfer drin, da sollte sich jeder beteiligen.“

Der Verein muss im Jahr circa 300.000 Euro für die Betreuung der Tiere aufbringen. Ein Betrag, der trotz Zuschüssen der öffentlichen Hand, Mitgliedsbeiträgen, Spenden und gelegentlichen Erbschaften nur sehr schwer zu erwirtschaften ist. Sabrina Steger erklärt, dass weitere Spendenaktionen geplant seien und dass regionale Firmen mit ins Boot geholt werden sollen. „Es müssen nicht immer finanzielle Spenden sein. Oftmals ist uns mit anderen Mitteln schon sehr geholfen. Ein schönes Beispiel sind die kleinen Gatter zwischen den einzelnen Hundeboxen, die uns die Neuwieder Firma JP Inox & Co gespendet hat, damit sich die Vierbeiner nicht gegenseitig verletzen.“

Die Arbeit, die die Angestellten und die vielen ehrenamtlichen Helfer im Tierheim leisten, ist beachtlich. Sie versorgen monatlich fast 100 Tiere – Katzen, Hunde, Vögel und viele Kleintiere – und vermitteln mit sehr geringer Rücklaufquote. Dass die Quote so niedrig ist, liegt nicht zuletzt daran, dass die Mitarbeiter darauf achten, ob Tier und Mensch zusammenpassen. Schließlich wird auch vor Ort bei dem Tierhalter kontrolliert, ob die Angaben zur Haltungssituation stimmig sind. Dazu kommt die Netzwerkarbeit mit anderen Tierheimen in Deutschland und der befreundeten Tierhilfe Hoffnung in Rumänien, von der auch regelmäßig Hunde nach Neuwied kommen.

Als größte Aufgabe für die Zukunft sieht Tierheimleiterin Sabrina Steger die Sicherung der immer noch sehr wackeligen Finanzlage. Für Gespräche zu Firmensponsoring und Tierpatenschaften habe sie immer ein offenes Ohr: „Wir hoffen auf unsere Neuwieder Firmen und Bürger, dass unser Tierheim auch weiterhin diese wichtige Aufgabe für unsere Region übernehmen kann.“

Weitere Informationen zu Spenden, Patenschaften oder sonstiger Unterstützung finden Sie auf der Internetseite des Tierheims unter: www.tierheim-neuwied.de